Schulsozialarbeit: Stadt Hausach

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Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit Hausach

Die Schulsozialarbeit hat die Aufgabe soziales Lernen in der Schule zu fördern, dadurch Konfliktpotenziale abzubauen und schließlich eine wirksame Sozialisations- und Bildungsarbeit in der Schule zu unterützen. Mit ihren Aufgaben leistet sie eine ganzheitliche, lebensbezogene und lebensorientierte Förderung eines positiven Schulklimas. Außerdem kümmert sie sich besonders um Schülerinnen und Schüler, die in ihrer persönlichen Entwicklung gefährdet, sozial ausgegrenzt oder benachteiligt sind.

Seit 2013 gibt es in Hausach Schulsozialarbeit. Derzeit sind das Robert-Gerwig-Gymnasium mit 60 % und die Graf-Heinrich-Schule, Grund- und Gemeinschaftsschule, mit 75 % Stellenumfang abgedeckt.

Beratung

Ein Schwerpunkt der Schulsozialarbeit ist ein offenes, freiwilliges Beratungsangebot für alle am Schulleben Beteiligten. Inhaltlich gibt es keine "falschen" Anliegen - Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Personensorgeberechtigte können sich mit jeder Art von Problemen an die Schulsozialarbeit wenden und werden bei Bedarf weiter vermittelt. Bei Beratungen gilt für die Schulsozialarbeit Schweigepflicht, auch der Schulleitung gegenüber. Lediglich Eltern haben das Recht, über Probleme ihrer Kinder informiert zu werden. Die Schulsozialarbeit fungiert als Kooperationspartner der Schule, wodurch es den Schulsozialarbeiterinnen möglich ist, im Schulleben eine neutrale Rolle zwischen Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften einzunehmen.

Streitschlichtung

Konflikte sind ein normaler Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens. Der Lebensraum Schule bietet vielseitiges Auftreten von Konflikten, da immer wieder unterschiedliche Standpunkte und Handlungswünsche zusammentreffen. Die Schulsozialarbeit will die Schülerinnen und Schüler darin untersützen, Konflikte gewaltfrei und konstruktiv zu lösen. Sie vermittelt als neutrale Person ohne Sanktionscharakter.

Gleichzeitig gibt es an der Graf-Heinrich-Schule Schülerinnen und Schüler der 7-9. Klasse, die sich als Streitschlichter in den Pausen engagieren. Dadurch wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben von älteren Mitschülern bei der Konfliklösung unterstützt zu werden. Die Streitschlichter werden von der Schulsozialarbeit ausgebildet und betreut.

Mobbingintervention

Mobbing ist das wiederholte und systematische schikanieren Schwächerer, mit dem Ziel, einen hohen sozialen Status innerhalb der Gruppe zu erlangen und aufrecht zu erhalten. Es gibt verschiedene Methoden, dieses zu unterbinden.

Jeder, der Mobbing oder Ausgrenzung beobachtet oder erlebt, kann und sollte Hilfe holen. Wenn sich Betroffene oder Beobachter an die Schulsozialarbeit wenden, wird in Absprache mit dem Hilfesuchenden überlegt, wie die nächsten Schritte sein sollen. Mobbing und Ausgrenzung können unter Zuhilfenahme einer Kleingruppe aus der Klasse oder aber mit der ganzen Klasse angegangen werden. Das jeweilige Vorgehen wird, an der Schwere des Falls orientiert und mit dem Betroffenen gemeinsam entschieden.

Prävention in Klassen

Die Prävention in Klassen umfasst:

  • Gewaltprävention
  • Suchtprävention
  • Interaktionspädagogik "Stärken der Gemeinschaft"
  • Klassenrat
  • Jugendmedien-schutz
  • Sozial/Teamtraining
  • Verkehrserziehung

Intervention in Klassen

Es gibt immer auch individuell unterschiedliche, klassenspezifische Probleme, denen mit der Präventionsarbeit nicht immer vorgebeugt werden kann. Bei Bedarf können Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte bei der Schulsozialarbeit Unterstützung zu verschiedenen Themen einholen, die die Klasse betreffen.

Arbeit in Kleingruppen

Lernen lernen

Ziel: Förderung selbständigen, eigenverantwortlichen Lernens; für Klassenstufen 5 & 6; 7 Einheiten in Kleingruppen (max. 12 SuS)

 

PrImA-Gruppe

Ziel: Förderung sozialer Kompetenzen; für Klassenstufen 1-7; 10 Einheiten in Kleingruppen (max. 6 SuS)

 

Inselgrupppe

Ziel: Stärkung des Selbstwertgefühls & Stressreduktion; für Klassenstufen 1-6; 7 Einheiten in Kleingruppen (max. 6 SuS)

 

Offene Angebote / Pausenpräsenz

In den Pausen und der Mittagszeit ist die Schulsozialarbeit regelmäßig an den Pausenaufenthaltsorten anzutreffen. Dadurch bietet sich für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich in unverbindlicher und lockerer Atmosphäre kennenzulernen und gemeinsame Projekt zu entwickeln. Sie erhalten somit die Möglichkeit im Setting Schule eine Vertrauensperson zu gewinnen, mit der aktuelle Lebensereeignisse besprochen werden können.

Schulentwicklung

Um einen möglichst positiven Schulalltag zu verwirklichen, engagiert sich die Schulsozialarbeit auf unterschiedlliche Weise bei Unterstützung der Schulentwicklung. Es wird beispielsweise die Pausen- und Mittagszeit in den Blick genommen und mit eigenen Angeboten (Pausenspiele, Mittagszeitpräsenz) ergänzt, oder in den zuständigen Gremien besprochen (Ganztagsteam, Gesamtlehrerkonferenz). Auch Themen, die der Prävention oder Gesundheitsförderung zugeordnet werden, wie die Umsetzung des "Lions Quest" Programms oder des Klassenrats werden durch die Schulsozialarbeit angeregt.

Netzwerkarbeit

Die Schulsozialarbeit Hausach ist mit folgenden Instutionen und Einrichtungen vernetzt:

  • Jugendamt
  • Polizei
  • Diakonie
  • Kreismedienzentrum
  • Aufschrei e.V.
  • Sonderpädagogischer Dienst
  • Psychologische Beratungsstelle
  • Schulen
  • Arbeitskreise
 

Zusammenfassende Darstellung mit Bildern und Symbolen