Aktuelles: Stadt Hausach

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Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch den Virus SARS-Cov-2

Artikel vom 25.03.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

mittlerweile haben wir bereits etliche Tage der immensen Einschränkungen in Hausach hinter uns gebracht.

Eine Vielzahl von Läden sind neben den Schulen und öffentlichen Einrichtungen geschlossen, öffentliche Plätze wie Spielplätze und Sportstätten sind gesperrt und die persönlichen Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränkt. Unser Krisenstab im Rathaus kommt täglich zusammen, um den momentanen Sachstand zu besprechen und erforderliche Maßnahmen zur Umsetzung anzuordnen.

Bisher verlaufen die ganzen Maßnahmen in Hausach sehr geordnet. Das ist u.a. der relativ verantwortungsvollen Besonnenheit und dem überwiegend guten Verständnis der Bürger zu verdanken.

Meine Mitarbeiter*innen und ich stehen im Kontakt mit den Gewerbetreibenden; weiter werde ich auch sukzessive das Gespräch mit unseren Firmen suchen. Ziel ist es, diese Krise so unbeschadet wie möglich zu überstehen. Aber wir dürfen uns hier nichts vormachen - einen Schaden wird unsere gesamte Wirtschaft nehmen. Und da hoffe ich auf eine schnelle und zielführende Unterstützung seitens unseres Landes und dem Bund. Die ersten Schritte mit den Unterstützungsleistungen sind ein richtiger Weg. Bitte nutzen Sie bei der Gelegenheit auch die von unseren Betrieben angebotenen Lieferleistungen. Jegliche Abnahme hilft unseren Betrieben.

Noch größere Sorge bereitet mir allerdings die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger, egal welchen Alters. Alles andere werden wir meistern.

Nach Rücksprache mit den Schulen klappt der "Heimatunterricht" übrigens recht gut. Auch unsere Lehrer leisten hier tolle Arbeit. Wie es den Familien zuhause mit der neuen Aufgabe geht, ist eine andere Geschichte. Das sage ich mit einem Augenzwinkern.

Wir haben derzeit ein ungewohntes und seltsam anmutendes Szenario in Hausach: Am vergangenen Samstag z.B. konnte man einen gut organisierten Wochenmarkt erleben. Das Angebot war sogar etwas größer als sonst, da Einzelhändler, die derzeit ihre Läden bzw. ihre Gastronomie geschlossen halten müssen, z.B. schöne Blumen oder wohlschmeckende Maultaschen verkauften. Natürlich waren es etwas weniger Kunden als sonst üblich. Insbesondere die älteren Kunden fehlten, was aber derzeit so richtig und geboten ist. Die Betreiber waren aber dennoch zufrieden.

Ansonsten war die Stadt, wie gewollt, sehr menschenleer. Manche suchten im Wald und unseren Naherholungsgebieten Gelegenheit für Bewegung und um mal Frischluft zu schnappen. Bei all den Situationen konnte man die Krise, in der wir stecken und die wir auch noch vor uns haben, spüren, aber nicht greifen. Und genau das ist derzeit das Gefährliche daran. Man kann den Virus nicht sehen, nicht greifen. Und doch ist er da und verbreitet sich - zunächst unbemerkt - immer häufiger, immer schneller. Das muss uns bewusst sein, das muss uns bewusst werden! Mahnende und besorgniserregende Bilder und Szenarien sehen wir in unseren Nachbarländern.

Ein besonderes Hauptaugenmerk lege ich in dieser Zeit auch auf unser Seniorenzentrum "Am Schlossberg". Hier stehe ich im engen Kontakt mit dem Leiter, Herrn Haas. In den Medien bekommen wir derzeit mit, welche fatalen Folgen es hat, wenn sich das Virus in einer solchen Einrichtung ausbreitet. Wir haben unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern so viel zu verdanken. Sie haben daran mitgewirkt und dafür gearbeitet, unser bisheriges Leben durch ihr Tun mit aufzubauen. Deshalb steht ihnen ein würdiger Lebensabend mit guter Versorgung und Betreuung absolut zu.

An dieser Stelle sei auch ein ganz großer Dank an alle Ärzte, Krankenschwestern, Pflegekräfte, Bedienstete in den Lebensmittelgeschäften, Polizei etc., etc. gerichtet. Was sie derzeit für die Bürgerinnen und Bürger leisten, verdient unseren allerhöchsten Respekt. Das darf auch später nicht in Vergessenheit geraten.

Bitte helfen Sie alle weiterhin durch Ihr Verhalten und die Einhaltung der angeordneten Maßnahmen mit, eine Verlangsamung der Ausbreitung zu erreichen und damit die Situation zu verbessern. Halten Sie sich an die bestehende Verordnung. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre und die Gesundheit Ihrer Mitmenschen. Wir sind es uns gegenseitig schuldig.

Falls jemand Hilfe benötigt, sei es beim Einkaufen, den Hund ausführen oder ein anderes Problem, scheuen Sie sich nicht, unser Bürgertelefon unter der Rufnummer Telefonnummer: 79 0 anzurufen. Wir werden uns gern um ihr Anliegen kümmern und Ihnen eine Unterstützung organisieren. Auch bei jeglichen anderen Fragen, können Sie sich gerne über das Bürgertelefon an uns wenden. Unser Rathausteam ist für Sie da.

Achten Sie auf sich und bleiben Sie gesund.

Herzlichst Ihr

Wolfgang Hermann, Bürgermeister

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