Zweckverband Kinzigtalbad

Erste Verbandsversammlung Zweckverband Kinzigtalbad tagte im Hausacher Rathaus

Das Hauptorgan des neuen Zweckverbandes "Kinzigtalbad", die Verbandsversammlung, hat seine konstiturierende Sitzung am 10. Februar im Hausacher Rathaus abgehalten.

Dabei wurde Bürgermeister Manfred Wöhrle zum Verbandsvorsitzenden - und sein Kollege Heinz Winkler zum stellv. Verbandsvorsitzenden gewählt.

Die Verbandsversammlung bestimmte aus seiner Mitte ein sog. "Vergabegremium", welches das VOF-Verfahren begleitet. Jede Kommune des Zweckverbandes ist darin mit ihrem Bürgermeister vertreten, zusätzlich ein weiteres Gemeinderatsmitglied aus Hausach und Wolfach. Das Gremium besteht also aus 11 Mitgliedern.

Architekt Gregor Bäumle aus Darmstadt wurde mit der Durchführung des VOF-Verfahrens beauftragt. Das Büro von Herrn Bäumle hat seinen Sitz in Darmstadt. Der Inhaber ist Architekt und Stadtplaner und auf die Betreuung von Wettbewerbsverfahren spezialisiert.

"VOF" bedeutet Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen. Die Architektenleistungen, die Leistungen für die Technische Ausrüstung sowie die Tragwerksplanung müssen danach europaweit ausgeschrieben werden.

In der Hauptsache geht es um einen Teilnehmerwettbewerb, d.h. eine Bewerberauswahl, bei welcher die Bewertung nach unternehmensbezogenen Eignungskriterien erfolgt. Aufbauend darauf folgt das Verhandlungsverahren, d.h. die sog. Bieterauswahl, bei welcher die Bewertung nach auftragsbezogenen Kriterien sowie dem Honorarangebot erfolgt.

Wer zum Wettbewerb zugelassen wird, entscheidet sich an Hand von Zulassungskriterien , Eignungskriterien sowie der techn. Leistungsfähigkeit.

Die Zulassungskriterien müssen die Bewerber uneingeschränkt erfüllen und sind Ja/Nein Kriterien, z.B. der Nachweis der beruflichen Qualitfikation.

Die Eignungskriterien werden quantitiativ bewertet (Umsatz, Personal) und sind so gewählt, dass sie auch kleinere, jüngere und regionale Büroorgansiationen erfüllen können. Eine Bevorzugung regionaler Bewerber schließt die VOF aus.

Die techn. Leistungsfähigkeit wird auf Grundlage von 3 ausgewählten Referenzobjekten qualitativ bewertet: Referenz 1 muss natürlich schon mal der Bau eines Hallenbads gewesen sein, Referenz 2 ein Projekt vergleichbarer Komplexität und Referenz 3 ein Projekt nach Wahl des Bewerbers.

Aus den Bewerbungen wählt das Vergabegremium mind. 3 und max. 5 Bieter aus, die zu den Verhandlungsgesprächen eingeladen werden.

Nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs werden die ausgewählten Bieter zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Verhandlungsgespräche werden als Bieterpräsentation durchgeführt. Die Vergabe erfolgt an den am besten bewerteten Bieter.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Bewerberauswahl und Bietergespräche für die Architektenleistungen als auch die Bewerberauswahl und Bietergespräche für die Fachplanunen (Tragwerk und techn. Ausrüstung) bis Mitte des Jahres abgeschlossen sind.