Stadtentwicklungskonzept Hausach 2030

Der Gemeinderat der Stadt Hausach hat sich am 12. Oktober mit künftigen Handlungsschwerpunkten für die mittelfistige Zukunft unserer Stadt beschäftigt. Dabei wurden 129 Vorschläge näher beleuchtet, die im Laufe des Jahres von den Bürgern bei verschiedenen Veranstaltungen sowie auf schriftlichem Wege eingereicht wurden. Diese Vorschläge betreffen fünf Handlungsfelder:

Schwerpunkt Innentadt, Städtebauliche Entwicklung allgemein, Leben in Hausach, Mobilität und Verkehr sowie Wirtschaft und Nahversorgung.

Der Gemeinderat hat eine Prioritätenliste festgelegt, aus welcher Jutta Breitschwerd vom Institut für kommunikatives Handeln und Thomas Thiele vom Büro Brenner/Thiele ein Stadtentwicklungskonzept erarbeiten, das dann am 21. November öffentlilche vorgestellt wird.

Burg Husen

Die Prioritäten wurden dabei vom Gemeinderat wie folgt gesetzt:

Sofortige Umsetzung

  • Eine bessere Beschilderung am Radweg, die die Radfahrer auf die Vorzüge und Attraktivitäten in der Innenstadt aufmerksam macht.
  • Außenrenovation des Einbacher Rathauses
  • Eine Karte mit einem barrierefreien Rundweg durch die Stadt, mit der Prüfung, welche Barrrieren noch abgebaut werden können.
  • Kunst in den Bahnunterführungen

Bereits angestoßene Prozesse

  • Das Stadtzentrum in Richtung Bahnhof erweitern und "tote" Bereiche mit einbeziehen. Hier wurde bereits ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der Bereich am Bahnhof wird komplett überplant.
  • Den Gewerbekanal als verstecktes Juwel Hausachs aufwerten, den Wasserlauf besser zugänglich machen, Sitzflächen und Spielplätze gestalten: Das ist Teil der Stadtsanierung, die schon bald öffentlich vorgestellt wird.
  • Mehr Aufenthaltsqualität vor der Kath. Kirche schaffen: Grundstückskauf wird angestrebt
  • Neue Räume für die Gemeinschaftsschule und für die Musikschule: Bereits in der Umsetzung
  • Sanierung der Leichtathletikanlagen im Stadion: Ist in der Finanzplanung mittelfristig enthalten, Zuschussanträge sind gestellt
  • Mostmeierareal zu einem neuen Zentrum im Osten gestalten mit Begegnungsstätte, Kleingewerbe, Kunst, Genossenschaftskneipe: Initiative Mostmaier-Areal stellt ihre Ideen und Pläne in der nächsten Gemeinderatssitzung vor.

Für gut befundene Ideen, nähere Prüfung erforderlich, weitere Schritte müssen festgelegt werden

  • Durch klare Akzentuierung und gezielte Ausdehnung quer zur Hauptstraße das durch die langgezogene Hauptstraße bestimmte Ortsbild abrunden. Stadtplaner Thiele ermuntert dazu, Strategien zu entwickeln, die "Störungen in das lange Bandbringen".
  • Barrierefreier Platz der Generationen als Begegnungsstätte für Jung und Alt: Platz für möglliche Ansiedlung prüfen
  • Kinzig und Kinzigvorland sollen zu einem attraktiven Ort für Freizeit und Aufenthalt werden: Wasserwirtschaftsamt und Hochwasserschutz sollen in den Rat gebeten werden, um Möglichkeiten auszuloten.
  • Ein Friedwald im Stadtwald bei der Kreuzbergkapelle: Rechtliche Prüfung ist eingeleitet.
  • Direktzugang vom Bahnhof zum Industriegebiet: Schon lange Wunsch der Stadt. In Gesprächen mit der Bahn wird versucht, Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Passt nicht zur Strategie, schwer zu realisieren, nicht im Einflussbereich der Stadtverwaltung

  • Für ein einheitliches Stadtbild sorgen, Bäumchen statt Poller und Blumenkästen: Bäume sind im Straßenraum nicht zu realisieren, auch wegen des Untergrunds. Das Mobiliar muss wegen der Märkte und Veranstaltungen beweglich sein.
  • "Essbare Stadt", Anbau von Nutz-, statt Zierpflanzen auf den Grünflächen. Jeder darf Pflanzen und ernten: Wird im ländlichen Raum als nicht so wichtig erachtet.
  • Autofreie Innenstadt von der Pizzeria Schlossberg bis zum Streitgebäude: Ansinnen wird nicht weiterverfolgt - passt nicht zur Strategie