Die Kunst der Wissenschaft - Metropolen

Während des 20. Hausacher LeseLenzes gibt es vom 02. - 14. Juli 2017 phantastische Kunstausstellungen zu besichtigen.

Einmal eine Schaufenstergalerie mit 27 Stühlen, die stellvertretend für eine Wissenschaft stehen. Die Stühle sind in den Schaufenstern der Hausacher Geschäfte, im Ev. Gemeindezentrum sowie in der Stadthalle ausgestellt.

Und zum anderen eine Referenz an die großen Metropolen dieser Welt: Sao Paulo im Hausacher Rathaus, Tokyo in der Mediathek sowie Kairo in der Stadthalle.

Die Kunst der Wissenschaft

Neun mal drei Stühle zu Ehren der Wissenschaft - so lautet der Titel der Serie, die aus insgesamt 27 Stühlen besteht. Beispiele einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Künstler-Paar, dem inzwischen leider verstorbenen Bildhauer und Performance-Künstler Jürgen Walter und der Schriftstellerin Zehra Cirak. Skulptur-Objekte mit dazu entstandenen Texten, die sich mit einer Auswahl der Natur- und Geisteswissenschaften beschäftigen.

Jürgen Walters Serie von Kunst-Objekten, die verschiedenen Forschungsbereichen nachgeht - mal kritisch, mal ironisch, aber stets mit respektvoller Achtung vor deren Ergebnissen - ermöglicht ganz eigene Einblicke in diese Wissenschaften. Durch Zehra Ciraks Texte entsteht ein nochmals anderer Blickwinkel darauf.

Mit Jürgen Walters kurzen, die jeweilige Wissenschaft erläuternden und zugleich einleitenden Sätzen wird eine Brücke zu den lyrischen Texten von Zehra Cirak geschlagen, die mit ihren eigenen Sprach-Bildern spielerisch auf die entsprechenden Objekte und Wissenschaften eingeht.

Die "Metropolen-Ausstellungen" zeigen Bilder aus den eingangs erwähnten Millionenstädten und sind eine Hommage an die Stadt Hausach, als Literaturhauptstadt Deutschlands im Ländlichen Raum. Ergänzend kommt hinzu, dass durch die Sperrung des Sommerbergtunnels ein wahrer Metropolen-Verkehr in der Hausacher Innenstadt herrscht. Die Bilder werden ergänzt durch Texte verschiedener Autor(inn)en. Im Sinne von Augustinus, von dem das Zitat stammt, dass eine Stadt nicht nur aus Häusern und Straßen besteht, sondern auch aus Menschen und ihren Hoffnungen.