Bürgerinitiative Hausach stellt Planungen für Freibad vor

In der Gemeinderatssitzung vom 26. September 2016 stellte die Bürgerinitative Hausach ihre Alternativplanung für das Freibad Hausach vor. Die Kubatur des bestehenden Bades soll erhalten bleiben und nur stellenweise verkleinert werden. Das Schwimmerbecken sieht 2 x 25 m Bahnen und 3 x 50 m Bahnen vor. Außerdem den bisherigen großen Nichtschwimmerbereich. Weitere Bestandteile: ein abgetrennter Kleinkinderbereich, eine Breitwellenrutsche, Komforteinstieg sowie eine Sprunganlage.

Planer Jochen Fritz aus Bad Urach hat die bestehende Beckengeometrie mit einem einzigen großen Becken geplant, nur das Kinderbecken wurde von diesem separiert. Das sechseckige Kinderbecken misst 61,5 qm. Als darin befindliche Attraktionen sind ein Wasserrad, ein Wasserigel sowie eine Wasserrutsche vorgesehen. Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich sollen flexibel - je nach Besucheraufkommen - durch Leinen voneinander abgetrennt werden. Insgesamt soll die Wasserfläche 1.100 qm betragen.

Es ist ein Springerbecken in altbekannter Form vorgesehen mit einem 1m und 3m Sprungbrett. Der 5m Turm als Option.

Positive Akzente werden gesetzt durch den Komforteinstieg und die Breitwellenrutsche mit einem Rutschlandebecken.

Für diese Planung liegt eine "Kostenschätzung" in Höhe von 3,01 Millionen Euro vor. Nicht berücksichtigt sind Gebäudekosten, eine interne Wärmerückgewinnung, Absorberanlage, Schwallwasserbehälter, Spülwasseranlage, ein Schlammwasserbehälter sowie eine Schlammwasseraufbereitung.

Der geplante Kleinkinderbereich verfügt bei dieser Kostenschätzung über keinen eigenen Aufbereitungskreislauf, d.h. das Wasser wird mit dem Beckenwasser des restlichen Freibads vermischt und lässt deshalb nur eine Erwärmung bis max. 25 Grad zu. Für die Filter hat Jochen Fritz zwei Lösungen vorgeschlagen: relativ große Druckfilter oder kleinere Saugfilter. Für Beide müsste aber ein extra Gebäude errichtet werden, weil sie für den Keller des Ganzjahresbads zu groß sind.

Der vorgestellte Entwurf wurde in der Sitzung kontrovers, aber sachlich diskutiert. Eine Entscheidung muss in der Gemeinderatssitzung am 17. Oktober 2016 gefällt werden. Dabei wird zu berücksichtigen sein, dass bei einem Planerwechsel ein neues Vergabeverfahren aufgerollt werden müsste und dass für das Ganzjahresbad der Baubeginn auf den 30. Juni 2017 festgelegt ist. Letzteres aufgrund der Fördermittel, die ansonsten verfallen.