Jetz Moler mol! Un Schriber schrib!
Seit Mitte der 1950er Jahre trug der gelernte Mechaniker seine Lyrik und Prosa im Rundfunk vor. Die florierende Produktion von Uhrenschildern sowie die Bemalung von Möbeln und Haushaltswaren mit bäuerlichen Motiven halfen, den Lebensunterhalt zu sichern. Besonders hervorzuheben sind Falk-Breitenbachs Bemühungen um den „Bollenhut“. Dessen Renaissance nach dem Zweiten Weltkrieg können auf ihn und seine Frau Emma zurückgeführt werden. So trug beispielsweise die Schauspielerin Sonja Ziemann im „Schwarzwaldmädel“ einen Bollenhut aus dem Hause Falk. Zudem gehörte er zu den Begründern der „Muettersproch-Gsellschaft“ und veröffentlichte eine Vielzahl von Mundartwerken im Kinzigtäler Dialekt.
Berücksichtigung findet auch das parteipolitische Handeln des Künstlers während der NS-Diktatur und regt zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus an. Eine selbst gewählte gesellschaftliche Randstellung, seine Art, sich in öffentlich den Vordergrund zu rücken und die Popularität über den Wohnort hinaus bescherten Eugen Falk-Breitenbach nicht nur Freunde.
Für die Besucher bietet sich ein originelles Künstlerhaus, dessen unveränderte Wohn- und Arbeitsräume mit Werken des Künstlers aber auch mit vielen interessanten Trachtenstücken und historischen Gegenständen ausgestattet sind.
Unter dem Titel "Jetz Moler mol! Un Schriber schrib!" ist eine reich bebilderte Biographie des Malerpoeten für 5 Euro im "Molerhiisli" oder im Kultur- und Tourismusbüro erhältlich.
Das "Molerhiisli" kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Auf Wunsch auch mit Führung.
|