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Museum „Molerhiisli“

Museum „Molerhiisli“

Das "Molerhiisli" (Breitenbachstraße 36) war Wohnhaus und Atelier des Hausacher Malers und Dichters Eugen Falk-Breitenbach (1903-1979). Sein malerisches Werk steht in der Tradition der berühmten Gutacher Malerkolonie.

Seine Texte orientieren sich an den „Schrullen“ und „Originalen“ eines Johann Peter Hebels oder Heinrich Hansjakobs. Eugen Falk-Breitenbachs Entwicklung in den Jahren 1926 bis 1955 ist als beispielhaft für
künstlerisches Schaffen in Verbindung mit einer starken „Heimatverbundenheit“ anzusehen. Sein vielseitiges Engagement für Bräuche, Mundart, Naturschutz und Denkmalpflege führten ihn unter anderem mit Persönlichkeiten wie dem ersten badischen Staatspräsidenten Leo Wohleb oder dem Schwarzwaldhausforscher Hermann Schilli zusammen.
Einige von Falk-Breitenbachs Versen wurden von in- und ausländischen Komponisten vertont, von Interpreten wie den „Schwarzwaldspatzen“ oder der „Schwarzwaldfamilie Seitz“ vorgetragen und in mehrere Sprachen übersetzt.

Jetz Moler mol! Un Schriber schrib!

Jetz Moler mol! Un Schriber schrib!

Seit Mitte der 1950er Jahre trug der gelernte Mechaniker seine Lyrik und Prosa im Rundfunk vor. Die florierende Produktion von Uhrenschildern sowie
die Bemalung von Möbeln und Haushaltswaren mit bäuerlichen Motiven halfen, den Lebensunterhalt zu sichern. Besonders hervorzuheben sind Falk-Breitenbachs Bemühungen um den „Bollenhut“. Dessen Renaissance nach dem Zweiten Weltkrieg können auf ihn und seine Frau Emma zurückgeführt werden. So trug beispielsweise die Schauspielerin Sonja Ziemann im „Schwarzwaldmädel“ einen Bollenhut aus dem Hause Falk. Zudem gehörte er zu den Begründern der „Muettersproch-Gsellschaft“ und veröffentlichte eine Vielzahl von Mundartwerken im Kinzigtäler Dialekt.

Berücksichtigung findet auch das parteipolitische Handeln des Künstlers während der NS-Diktatur und regt zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus an. Eine selbst gewählte gesellschaftliche Randstellung, seine Art, sich in öffentlich den Vordergrund zu rücken und die Popularität über den Wohnort hinaus bescherten Eugen Falk-Breitenbach nicht nur Freunde.

Für die Besucher bietet sich ein originelles Künstlerhaus, dessen unveränderte Wohn- und Arbeitsräume mit Werken des Künstlers aber auch mit vielen interessanten Trachtenstücken und historischen Gegenständen ausgestattet sind.

Unter dem Titel "Jetz Moler mol! Un Schriber schrib!" ist eine reich bebilderte Biographie des Malerpoeten für 5 Euro im "Molerhiisli" oder im Kultur- und Tourismusbüro erhältlich.

Das "Molerhiisli" kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Auf Wunsch auch mit Führung.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:


Kultur- und Tourismusbüro

Hauptstraße 34
77756 Hausach
Tel.: +49 (0) 7831 / 7975
Fax.: +49 (0) 7831 / 7958
tourist-info@hausach.de

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